Sie haben die Herausforderung angenommen und als «Quereinsteiger» den Schwimmclub Horgen acht Jahre erfolgreich geführt und sind trotzdem auf die Generalversammlung 2009 zurückgetreten. Was waren die Gründe?
Acht Jahre waren genug, und der Moment für neue Leute und Köpfe war gekommen. Der amerikanische Präsident darf sein Amt schliesslich auch nur zweimal vier Jahre ausüben.
Das Amt erfordert sehr viel Zeit, die einem von der Freizeit abgeht und man hat den Wunsch, vermehrt Augenblicke mit der Familie zu verbringen und anderen Aktivitäten nachzugehen.
Der Aufwand, den ein solches Amt mit sich führt, ist enorm. Ebenso der Erfolgsdruck. Wie sind Sie damit umgegangen?
Den Erfolgsdruck habe ich als stärkste Erfahrung empfunden und er war dauernd präsent. Manchmal war er auch sehr belastend. Im Schweizer Wasserball und auch in der Gemeinde erwartet man vom Schwimmclub Horgen Erfolge, denn der Wasserballsport in der Schweiz misst sich vorderhand noch an Horgen.
Steht für Sie weitere Herausforderungen in Sachen Sport in Horgen an?
Ich bleibe weiterhin Präsident der IGHS (Interessengemeinschaft Horgner Sportvereine) und werde meine Erfahrungen für die Belange des Sportes in Horgen für alle Sportvereine respektive IGHS-Mitglieder einsetzen.
Gibt es Empfehlungen aus Ihren Erfahrungen, die Sie Präsidenten oder Präsidentinnen von Sportvereinen geben möchten?
Die gibt es sicher, vor allem braucht es einen breiten Rücken, um all die Begehrlichkeiten aufzufangen. Dann scheint mir wichtig, dass man eine eigene Linie fährt und sich nicht vom Weg abbringen lässt. Die Versuchungen im SC Horgen von Aussen Einfluss zu nehmen, sind jederzeit vorhanden. Mut, Engagement, und viel Zeit gehören selbstverständlich auch dazu.
Besten Dank.
Horgen, Nov. 09
